Machen statt redenFolge 4

Johannes Stangl: „Wir müssen jetzt anfangen“

Mit der schwedischen Schülerin Greta Thunberg fing es an. Mittlerweile gehen tausende junge Menschen freitags für mehr Klimaschutz auf die Straße – von Berlin über Wien bis Sydney. Johannes Stangl ist einer von ihnen. Er streikt, bis gehandelt wird.

„Fridays for Future ist die globale Antwort der Jugend auf die Versäumnisse der Alten“, sagt Johannes Stangl. Nachdem er die Klimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018 besucht hatte, war klar: „Es braucht eine drastische Kehrtwende – auch in Österreich.“ Zusammen mit vier Freund*innen startete er „Fridays for Future Vienna“. Seitdem haben sie sich viel Aufmerksamkeit verschafft.

Es sind vor allem Schüler*innen, die auf die Straße gehen, Woche für Woche mehr, immer freitags, auf der ganzen Welt, nach dem Vorbild der 16-jährigen Greta Thunberg. Die Schwedin fing während der Hitzeperiode im Sommer an, sich vor das Parlament in Stockholm zu setzen. Mit einer einfachen Forderung an Politik und Gesellschaft: Endlich entschlossen gegen die nicht mehr zu leugnende Klimakrise vorzugehen. Wir wollen wissen: Könnten die Schüler*innenproteste ein Wendepunkt in der globalen Klimapolitik sein?

Johannes sagt, dass die Klimakrise endlich auch als solche behandeln werden muss. Die Dürren und Fluten der vergangenen Jahre sind nur ein Vorgeschmack auf das, was uns in einer Welt mit 3, 4 oder 5 Grad Celsius Erwärmung droht. Eine ungebremste Erhitzung stellt das Erdsystem vor gewaltige und umkehrbare Veränderungen, sodass wir unseren Planeten womöglich nicht mehr bewohnen können. Aber wer ist eigentlich Schuld? Johannes erklärt, dass es in der Klimakrise nicht um persönliche Verfehlungen des Einzelnen geht, sondern vorrangig um gesellschaftliche Strukturen und Machtverhältnisse.

Und was jetzt? Johannes ist sich sicher: „Die Menschheit ist noch zu retten, aber wir müssen jetzt damit anfangen!“

Ein Kommentar zu “Johannes Stangl: „Wir müssen jetzt anfangen“

  1. Chapeau und Respekt der engagierten Jugend!
    Für Kritiker wegen „Schulschwänzens“: Non scolae, sed vitae discimus ..:! 😉

    Dazu zwei wichtige Hinweise:
    Schaut Euch die Studie von ADELPHY, Berlin, an, welche Politiker und Parteien den Klimawandel als eine Art natürliches Phänomen kleinreden und laufend gegen das Erreichen der Klimaziele stimmen.

    → Link: https://www.adelphi.de/de/publikation/convenient-truths („Convenient Truths – Mapping climate agendas of right-wing populist parties in Europe“) – zB die Seiten17 und 27

    Und: GEHT ZUR EP–WAHL und erteilt diesem schädlichen Popolismus eine klare Absage!

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