Die Kunst der StundeFolge 1

Clara Gallistl: „Es braucht ein Kulturministerium“

Clara Gallistl ist Strategin für Community-Building. Sie fordert ein Ministerium, das ein eigenes Budget hat und für sich einstehen kann. Zuallererst müsste das bedingungsloses Grundeinkommen verhandelt werden, „denn Kunst- und Kulturpolitik geht immer Hand in Hand mit guter Sozialpolitik“.

Die Kunst- und Kulturbranche ist wie fast keine andere von der Corona-Krise betroffen. Doch die Politik hat kaum Lösungen anzubieten. Clara Gallistl spricht über strukturelle Probleme und erklärt, wie sie langfristig zu lösen wären. Sie wünscht sich dafür ein eigenes Kulturministerium, das mit den anderen Ministerien auf Augenhöhe verhandelt, Diversität aufzeigt – denn „Kunst und Kultur gibt es nicht nur in Wien“ – und ein bedingungsloses Grundeinkommen einfordert. Außerdem schlägt sie vor, dass große Institutionen ihre Ressourcen mit freischaffenden Künstler*innen teilen. So könnten nachhaltige Allianzen entstehen. Clara ist wichtig, dass sich nicht nur die Politik ändert, sondern auch das künstlerische Schaffen. Sie sieht das Internet als Realität, die genutzt werden muss. Ein Gespräch über digitale Dramaturgie, die vielbeschworene Kulturnation Österreich, Harald Mahrer, fehlenden Lobbyismus, prekäre Arbeitsverhältnisse, Netzkultur und eine Zukunft nach der Krise.

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