Machen statt redenFolge 3

Alisa und Laura: „Wir sind nicht allein“

Einmal in der Woche gehen Alisa Vengerova und Laura Fellerer gegen die Regierung auf die Straße. Lange haben sie sich mit ihrer Kritik allein gefühlt, „Wieder Donnerstag“ hat das geändert. Hier haben sie eine Stimme bekommen.

„Wir wollen die Menschen zusammenbringen“, sagt Alisa Vengerova. Sie ist seit letztem Sommer Teil des „Es ist wieder Donnerstag“-Teams. Die wöchentlichen Proteste knüpfen an die Demonstrationen im Jahr 2000 an, kritisiert werden auch heute wieder die, die an der Macht sind.

Doch die Mächtigen sind sehr beliebt. Laut Umfragewerten unterstützen aktuell 58 Prozent die Arbeit der ÖVP-FPÖ-Regierung. Warum also gegen eine Regierung demonstrieren, die von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird? „Bloß weil etwas von der Mehrheit akzeptiert wird, macht es die Sache nicht gut,“ sind sich Alisa und Laura einig. Konkrete Forderungen an die Regierung haben sie nicht. „Demonstration ist immer Kritik.“ Es geht darum, auf Missstände aufmerksam zu machen. „Unser Widerstand soll zeigen, was in Österreich passiert und die Leute motivieren: Lasst euch das nicht gefallen!“ „Wir sind kein Bündnis, kein Verein, haben nichts mit Parteien zu tun und wollen auch keine werden. Wir sind eine Gruppe von Freund*innen.“ Die Demonstrationen sind für Menschen, die im Alltag wenig oder nicht gehört werden. Sie sollen Donnerstagabend zu Wort kommen.

Wir wollen mehr über die Organisation wissen. Wo meldet man eine Demonstration an? Wie spricht man mit der Polizei? (Wir erfahren: „Mit der Polizei läuft es smooth!“) Und was mobilisiert die Menschen? Am Ende erklären Alisa und Laura, dass die Donnerstagsdemos noch lange nicht vorbei sind, außer: „Wenn die Regierung im Sommer nicht mehr Regierung ist, können wir auch schon vorher aufhören.“

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